No 92
Sommer 2024
17/18

Eine Marketingkampagne holte Snowboards und Skier in die Nordsee und sorgte mit den jeweiligen Motiven in beiden Orten für Furore // Das Training für ein Skirennen sah in Kampen so aus: siehe oben // Trachten und Blaskapelle machten sich in Kampen stets exzellent // Beim nächsten Besuch aus Lech Zürs im Juli werden garantiert neue Erinnerungsmomente geschaffen! // Fischbrötchen und Surfbretter in den Bergen, Alphörner am Strand, Wegweiser für die Sehnsucht, ein Kampener Betriebsausflug in den Schnee: In den vergangenen 25 Jahren mangelte es der Ortspartnerschaft zwischen Kampen und Lech Zürs weder an Originalität noch an Leidenschaft.


Wie wird aus einer Romanze eine Liebe fürs Leben? Eine, bei der auch nach 25 Jahren noch die Augen leuchten und die Funken sprühen? In der Verbindung zwischen Lech Zürs und Kampen gibt es auf diese Frage enorm viele Antworten. Je nachdem, ob man die Touristiker befragt, die Marketing-Experten, Feuerwehrleute, die jugendlichen Einheimischen und deren Betreuer, die Golfer, die Gastronomen, die Saisonkräfte oder die Künstler? Alle haben tolle und ganz schön wilde Geschichten zu erzählen. Denn auf vielen Ebenen hat es in den letzten Jahren Begegnung und Austausch gegeben, wurden Kampagnen kreiert, Projekte und Events auf die Beine gestellt, gelebt und Erinnerungen geschaffen. Und vor allem sind echte Freundschaften entstanden. 

Für die glückliche Partnerschaft der beiden Orte gibt’s trotz der Komplexität der Ereignisse ein Patentrezept, eine Kalenderspruchweisheit, die passt wie die Faust aufs Auge. »Gegensätze ziehen sich an. Liebe wird daraus, wenn sie sich ergänzen.« Das stimmt für Lech Zürs und Kampen »sowas von«: Berge und Meer, Schnee und Sand, Sommer und Winter, heiß und kalt (na sagen wir lieber: warm und kalt).  Zwei touristische Edeldestinationen, Gegensätze, die sich komplementär zusammenfügen. Einfach. Grandios. 

Entstehen konnte das durch die Eingebung und das »nachdrückliche Daraufhinwirken« von Rungholt-Chef Dirk Erdmann, für dessen Familie Lech schon »ewige Zeiten« Lieblings-Skiort war. Er erkannte bald, welche Dynamik eine Partnerschaft haben könnte und setzte alles daran, diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. 



Fragen an Sven Scheppler

In unserer PROKAMPEN-Sommerausgabe haben wir mal einen Quereinsteiger gefragt, wie er zum Fan dieser Partnerschaft wurde: Ein paar schnelle Fragen an den bekennenden Friesen, Wassersportfan und Hotelier Sven Scheppler. Ansonsten lassen wir Bilder sprechen. Denn Kalenderspruch No. 2. weiß:  »Sie sagen mehr als 1000 Worte!«


1. Du hattest nur eine vage Vorstellung vom Skifahren, warst eigentlich überzeugter Seemann und Taucher, bevor Du 2004 infiziert wurdest. Wie kam es dazu?  //

Sven Scheppler: Ich wurde 2003 in die Kampener Gemeindevertretung gewählt und erhielt auch das ehrenvolle Amt des »Vorsitzenden des Tourismusausschusses«. In dieser Funktion durfte ich 2004 unsere Tourismusdirektorin Birgit Friese zu einem Event nach Lech begleiten. Wir kamen damals im Dunkeln an. Als ich im »Berghof« am nächsten Morgen aufwachte, dachte ich, mich trifft der Schlag. Der Ausblick war so überwältigend schön. Diese Begeisterung ging dann auf der Piste unvermindert weiter. Jedenfalls war ich schockverliebt in Lech, seinen natürlichen Zauber und seine fröhlichen, gastfreundlichen Menschen.


2. Dass Du dann aber zu einem der größten Unterstützer der Partnerschaft wurdest, speist sich auch noch aus einer anderen Quelle…   //

S.  S.: Ich habe ganz schnell gemerkt, wie gut die Chemie zwischen den Menschen beider Regionen passt. Bei aller Unterschiedlichkeit, wir ergänzen und inspirieren uns gegenseitig. So konnten großartige Projekte und Kooperationen entstehen. Eine Ortspartnerschaft ist nur so gut wie der Elan der Menschen, die das leben.


3. Wie oft warst Du inzwischen schon in Lech Zürs?   //

S.  S.: Unzählige Male. Ein Jahr war es besonders wild. Da komme ich wohl auf fünfmal Lech. Ich war schon mit meinen Motorrad-Freunden dort und habe mehrmals mit meinen Kindern und Bekannten Urlaube dort verbracht. Ich liebe Lech natürlich vor allem im Winter, aber auch der Sommer hat eindeutig Qualitäten. Bei schönem Wetter ist es wie in »Heidiland« – an Idylle kaum zu übertreffen.


4. Triffst Du dort auf den Pisten und Wegen eigentlich genauso viele Menschen wie hier in Kampen?  //

S. S.: Auf jeden Fall. Es ist dort auch total familiär. Es gibt Zufallsbegegnungen und echte Freundschaften, die mit den Jahren gewachsen sind. Das Ergebnis unserer Kooperation könnte aber auch faktisch nicht besser sein: Lech Zürs ist einfach ein Eldorado für Kampen-Gäste und umgekehrt. Auch auf der Ebene des Austausches von Saisonkräften hat die Partnerschaft viel bewirkt. Und alle anderen Begegnungen, sportlichen Turniere, Gastro-Events wie diesen Sommer setzen touristische Impulse, schaffen Verbindung und sind die pure Inspiration.


5. Was liegt an im Jubiläumsjahr?  //

S.  S.: Im März reiste eine Delegation vom »Dorfkrug«, dem »Gogärtchen«, der »Sturmhaube« und dem »Rungholt« nach Lech-Zürs und kochte dort mit wunderbarsten Zutaten aus dem Norden auf. Am Di., 16. und Mi., 17. Juli kommen Köche und Gastronomen vom »Burg Hotel«, »Hagens Dorfmetzgerei«, dem »Sandhof« und der »Tritt-Alpe«, um für österreichische Genussmomente zu sorgen. Bei der Hinreise war der Shantychor mit am Start. Im Juli gibt sich die Lecher Trachtenkapelle die Ehre.





Im nagelneuen, digitalen News-Magazin des »Hotel Rungholt« hat Autorin und Mitbegründerin der PROKAMPEN Kattrin Mauz-Rudi in ihrer unnachahmlichen Schreibe die schönsten Anekdoten aus 25 Jahren Partnerschaft zusammengetragen. 



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