STARKE FRAUEN UND DIE WINTERMODE
TEXT: IMKE WEIN | FOTOS: HOLM LÖFFLER
In einer kleinen Serie bringen wir das zusammen, was unbedingt zusammengehört: exzellente Menschen aus unserem Dorf und ebenso exquisite Mode. Damit präsentieren wir »im Vorbeigehen« die Vielfalt der Kampener Einkaufsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt stehen jedoch unsere Dorfbewohner*innen. Mit um die 500 Exemplaren eine rare Spezies, die Kampen seine Seele verleiht. Wie die drei Damen hier beweisen.
»BüSCH’N NASS« ODER: DAS MAKING-OF
Regenmäntel wird man in der Garderobe der meisten Sylter*innen vergeblich suchen. Gemeckert über rustikale Witterungsbedingungen wird allerdings auch selten bis nie. Das »büsch’n Gepuste« heißt es bei Sturm und das »büsch’n Nass« heißt es bei monsunartigen Regenfällen. In diesem Oktober und November war das mit dem Regen aber selbst für hartgesottene »Friesenköppe« eine Herausforderung: Unser Shooting mussten wir viermal verlegen. Bis auf der Wetter-App wieder trockene Momente angekündigt wurden, hatten sich die Models in den Jahresurlaub in die Karibik verabschiedet (Grüße an »Kirsche« und Thorsten, Ihr seid beim nächsten Mal dran!). Kurzentschlossen sprangen Alexandra Morell, Ela Schnebbe und Maike Lappoehn in die Bresche. Fotograf Holm Löffler war am Start. Und obwohl es noch kurz vor Anpfiff wie aus Eimern geschüttet hatte, riss am Nachmittag des Shootings der Himmel auf und tauchte Kampen in ein magisches Licht – inklusive Regenbogen. Geht doch!
| DREI MODELS UND IHRE WIRKLICH WAHREn LEBEN | ||||||||
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MAIKE LAPOEHN …lebt seit 21 Jahren in Kampen – im »Wallhof« neben der Feuerwehr. Dort hat sie in einer Bilderbuchnachbarschaft ihre beiden Kinder Sören und Rieke großgezogen. Mit ihrem Mann Sven teilt sie neben vielen anderen Dingen auch eine berufliche Aufgabe: Die zwei sind Profis im Sylter Naturschutz, allerdings für unterschiedliche Institutionen. Sven ist Geschäftsführer der »Söl’ring Foriining«. Maike hat die gleiche Position bei der »Naturschutzgemeinschaft«, die in Braderup ihr Zentrum hat. Sohn Sören ist übrigens Sommelier in der »Sturmhaube«. Tochter Rieke hat ihren Abschluss als Meeresbiologin und lebt in England. |
ALEXANDRA MORELL …ist unmittelbare Nachbarin der Lappoehns. Die beiden |
ELA SCHNEBE …ist heute »assoziierte Kampenerin«. Das kam so: Die Medizin-Journalistin bei der »Bauer Media Group« zog nach familiären Veränderungen vor knapp fünf Jahren in ihre Kampener Ferienwohnung, arbeitete im Home-Office und fühlte sich bald pudelwohl im Dorf. Da das Mini-Appartement auf Dauer zu beengt war, ist die Mutter zweier erwachsener Kinder jetzt ein Dorf weiter, nach Wenningstedt, gezogen. Dort schreibt sie auch an einem Buch, in dem sie ihre persönlichen Erlebnisse verarbeitet. |
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DIE DREI DAMEN VOM STRAND
Die kenne ich doch? Aber ja. Ganz ohne Fashion, in Frottee-Handtücher gewickelt, präsentierten wir Ela, Alexandra und Maike in der PROKAMPEN-Ausgabe vor einem Jahr als Winter-Nixen. »Einmal bis zum Frühjahr durchbaden« hieß die selbst gestellte Challenge des Trios. Flankiert wurde die Geschichte von den Kaltbade-Tipps des Charité-Experten für »extreme klimatische Einflüsse auf den menschlichen Körper«, Prof. Dr. Hanns-Christian Gunga. Nachzulesen ist die Story hier. Und wie die Sache ausging? Maike und Ela gehen gerade in die zweite Winterbade-Saison. Alexandra musste letztes Jahr eine kleine gesundheitliche Pause einlegen und behält sich den Wintereinstieg in die kalte Nordsee noch vor. Das Beste am Nicht-mehr-blutjung-Sein? Mann kann auch mal milde mit sich selbst sein, wenn man selbst gesteckte Ziele nicht einhält. Na und?
gesundheits-tipps vom Profi
In ihrer Eigenschaft als »HealthEditor« hat Ela Schnebe für PROKAMPEN drei natürliche Gesundheits-Tipps für gesunde Wintertage zusammengestellt:
1. Frische Winterluft schnuppern
Draußen ist es eiskalt? Sehr gut! Dicke Jacke und warme Stiefel an – und nichts wie raus. Denn die klare, kühle, salzige Winterluft auf Sylt tut nicht nur unserer Lunge gut, sondern belebt den ganzen Körper. In der kalten Jahreszeit nehmen mit jedem Atemzug rund zehn Prozent mehr Sauerstoff auf als an heißen Tagen.
2. Mandarinen naschen
Gesünder geht naschen kaum: Schon eine einzige Mandarine deckt fast die Hälfte unseres täglichen Vitamin-C-Bedarfs. US-Forscher fanden zudem heraus, dass in den süßen Früchten Stoffe stecken, die die Fettverbrennung ankurbeln. Die höchste Konzentration steckt übrigens in den weißen Fasern zwischen den Fruchtscheiben. Also lieber nicht abzupfen, sondern mitessen.
3. Mit Zimt würzen
Eine gute Prise des beliebten Weihnachtsgewürzes macht Speisen bekömmlicher und beugt Verdauungsproblemen vor. Am besten greifen Sie zu echtem Ceylon-Zimt, am besten in Bio-Qualität. Aber auch scharfe Gewürze (z.B. Pfeffer, Curry, Chili) regen die Bewegung des Magens an, er befördert schwere Festtags-Kost schneller weiter.