Bis uns beim nächsten Literatursommer von prominenten Autoren wieder vorgelesen wird, gehen noch etliche Monate ins Land. Da hilft nur: Selber lesen! Glücklicherweise haben wir in Kampen eine Frau, die weiß, welches Buch man wählen sollte. Eigentlich weiß sie’s, noch bevor man es selber weiß. Astrid Mantheys Empfehlungen sind ein Geschenk des Himmels. Auch wenn man ein Präsent für jemand anders sucht: Einfach drei Stichworte zum Beschenkten, und sie hat den passenden Schmöker (alternativ natürlich auch Sachbuch, anspruchsvolle Fiktion oder Bildband) aus dem Regal gezogen. Erleben kann man dieses Phänomen zu ihren Öffnungszeiten im magischen Bücherladen im Souterrain des Kaamp-Hüs, der nordisch schlicht »Bücherdeele« heißt.

HIER FÜR ALLE EVENTUALITÄTEN: DIE PROKAMPEN-WINTEREMPFEHLUNGEN, KURATIERT VON ASTRID MANTHEY.
ZUM WEGSCHMÖKERN
Michiko Aoyama: Donnerstags im Café unter den Kirschbäumen
KINDLER/ROWOHLT
Ein offenes Ohr, ein gutes Gespräch, ein neuer Impuls – manchmal sind es überraschende Begegnungen, die uns einen anderen Blickwinkel ermöglichen, auf die Welt und auf uns selbst. Über die Kunst, das Glück in den kleinen Dingen zu finden.
FÜR DIE SPANNUNG
Luca D’Andrea: In Zeiten des Todes
TROPEN
Ein packender Thriller, in dem das Böse unter der eisigen Schneedecke der Alpen lauert. Hochspannung nach einem wahren Kriminalfall.

ZUM NACHDENKEN
Davi Kopenawa / Bruce Albert: Der Sturz des Himmels – Worte eines Yanomami-Schamanen
MATTHES U. SEITZ
Das Buch eines Schamanen und eines Anthropologen gegen die koloniale und kapitalistische Naturzerstörung und für das Überleben der indigenen Völker, das westliches Wissen radikal infrage stellt, indem es die Autobiografie des Schamanen mit einer Darstellung seiner Philosophie und der Geschichte seines Volkes vereint.
EIN BUCH ZUM SCHAUEN
Vincent Lemire / Christophe Gaultier: Jerusalem – Die Geschichte einer Stadt
JACOBY U. STUART
4000 Jahre Weltgeschichte in Form eines ungewöhnlichen Comic-Sachbuchs, aus der Sicht der historischen Wissenschaft erzählt. Sehr erhellend und genial gezeichnet.
FÜR KINDER
Peter Stamm: Otto von Irgendwas
ATLANTIS
Otto hieß nicht nur Otto. Er hieß Otto von Irgendwas, weil seine Familie mal irgendwas gewesen war. Alles ist, ganz nach Otto'scher Familientradition, so wie immer... bis es sich eben ändert. Und das ist gut so. Ein bezauberndes, charmantes Kinderbuch, warmherzig und philosophisch – auch für Große.

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