No 95
Frühjahr 2025
4/18

Ausschnitt aus dem Film »Quo vadis, Kampen?« von Nick Bosch. Den ganzen Film gibt es hier


EINDRÜCKE, VERLAUF, AUSBLICK

1. »KAMPEN-FORUM« 

Für ein liebens-, lebens- und lohnenswertes Dorf 


Zuerst war da das »Speeddating«: In Online-Kurz-Interviews wurden Kampener, Zweitheimische und Geschäftsleute im November von Ortsentwickler Stefan Postert zu den aktuellen Pros und Kons in ihrem Dorf befragt. So weit die inhaltliche Grundlage. Mitte Februar dann Step 2 des Beteiligungsprozesses von Gemeinde und Tourismus-Service: 170 Menschen mit Kampen-Bezug trafen sich, um gemeinsam an einer möglichst glänzenden und seelenvollen Zukunft des renommierten Dorfes zu arbeiten. Die drei Schlagworte, unter denen der kreative Abend Ideen und Projekte aufs Tapet brachte: Liebenswert. Lebenswert. Lohnenswert. 



Ein XXL-Kampenteppich mit dem kompletten Dorfplan diente den Forums-Teilnehmenden als Anschauungsmaterial und Referenz.  Mit bunten Schwämmen konnte man hier zur Einstimmung seinen Lieblingsplatz markieren. Eine kleine »Schwämme« stapelte sich übrigens auf der Bank beim Heideplateau, Nähe »Kupferkanne«. Unter den Lieblingsplätzen ist dieser ganz weit vorne! 


Der liebste Lieblingsplatz von vielen 
Foto: Ralf Meyer


130 Menschen mit Dorfbezug meldeten sich an, 170 Teilnehmende aus allen Himmelsrichtungen kamen ins Kaamp-Hüs. 

Wer sich darauf einlassen konnte, dass nach einer ersten Einführung in Gruppen aktiv zu unterschiedlichen Themenstellungen gearbeitet wurde, der erfreute sich am Ende an einer lebendigen Präsentation der Workshop-Ergebnisse, bei Fingerfood und einem sehr angeregten Après-Austausch an der Bar.


Tourismusdirektorin Birgit Friese (re.) und die Bürgermeisterin führten ein, Ortsentwickler Stefan Postert erläuterte den Prozess (links im Bild).



Innerhalb kürzester Zeit galt es in den Gruppen Ideen zu finden, zu sortieren und ein Vorhaben im Plenum vorzustellen. Welche Initiativen das Licht der Wirklichkeit erblicken, das entscheidet sich beim »II. Kampen Forum« am 5. Mai.


In den Workshops wurde zum Teil  höchst kontrovers diskutiert. Auch der Vorsatz, an diesem Abend nicht in »aber«, sondern nur in »und« zu formulieren, war nicht immer leicht einzulösen. Das »Früher-war-alles-besser«-Phänomen bremste in einigen Gruppen die Dynamik – aber nur zeitweise. Innerhalb von 45 Minuten gelang es in den Gruppen, Projekte zu entwickeln und im Anschluss dem Plenum vorzustellen. 


Filmer Nick Bosch (rechts im Bild) präsentierte eine bewegte Einstimmung zum Thema: »Quo vadis, Kampen?«. Den ganzen Film gibt es hier.






DIE THEMEN, ZU DENEN GEARBEITET WURDE, GINGEN AUS DEN »SPEEDDATINGS« HERVOR. 

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Förderung von Kunst, Tradition und Gemeinschaft 
Es gilt die Tradition Kampens als Ort der Kunst, der lebendigen Kultur und auch der Avantgarde neu zu beleben und neue Treffpunkte zu schaffen. Projektbeispiele: Internationale Kunst und Kultur erlebbar machen, z.B. in der Natur // Kaamp-Hüs wird zum Gemeinschaftshaus für Begegnung und Kulturerlebnisse // Tag der offenen Gärten: Kultur und Begegnung im kleinen, privaten Rahmen

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Freizeitangebot & sportliche Aktivitäten 
Dem Wunsch nach mehr niedrigschwelligen und jüngeren Freizeitangeboten könnte z.B. begegnet werden durch: mehr Outdoor-Fitness-Möglichkeiten im Avenarius-Park, Padel-Anlage am Strand, Boule-Turniere, Einrichtung einer Grill- und Feuerstelle

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Events & Veranstaltungsformate 
Mögliche Ideen für dieses Segment auf dem »Kampen Forum« waren: der »Kampener Sommerflirt« – eine Erlebniswoche mit Musik, Food, Kinderangeboten… // Soziale Dinner // Renaissance eines Longboard-Festivals // Strandolympiade für alle Generationen // junge Formate am Strand und im Dorf u.v.m.

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Infrastruktur und Ortsbild
Den Strönwai in eine Fußgängerzone mit attraktiven Verweil- und Begegnungsmöglichkeiten zu verwandeln, gehörte zu den möglichen Projekten in diesem Themenkomplex.

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Beim »Kampen Forum Part II« geht es im Mai darum, Projekte zu konkretisieren, das Budget zu skizzieren, den zeitlichen Rahmen und die Akteurinnen und Akteure festzulegen.

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Der rote Faden der präsentierten Projekte: Jünger, lebendiger und nahbarer soll das Dorf der Zukunft werden. 

Ob die Idee zur Veranstaltungswoche »Kampener Sommerflirt«, der Wunsch nach einem Dorf-Stammtisch oder die Initiative einer »Marketing-Umlage« für eine professionelle Neu-Positionierung der Marke Kampen: Die Range der Ideen war breit.

Die Sehnsucht nach dörflicher Begegnung, nach niedrigschwelligen Treffpunkten, nach junger Kultur und facettenreichen Angeboten spiegelte sich jedoch in (fast) allen Projekten auf unterschiedliche Weise wider. 










Inhaltlich tiefer einsteigen können alle Interessierten beim zweiten Teil des »Kampen Forums« am Montag, 5. Mai, um 18 Uhr. 

Eingeladen wird über Postkarten, über Social Media und hiermit über die PROKAMPEN

Wer in Kampen lebt, arbeitet oder das Dorf liebt, kann sich hier anmelden: boysen@kampen.de